Die letzte Chance.
Jegliche Versuche einer Weltordnung ohne Kriege sind bis heute kläglich gescheitert am Widerstand des uns beherrschenden Egoismus – dem Urvater aller Kriege – wie wir ihn von Kindesbeinen an beobachten konnten. Mit der Erkenntnis von Gut und Böse ab dem 6. Lebensjahr bemächtigt er sich nach wie vor der zarten Seelen unserer Kinder und hat leichtes Spiel mit ihnen – durch uns als ihre vom Egoismus geschädigten Vorbilder. Die Umsetzung mühsam gelehrten Moralverhaltens stößt bei den Kindern auf Widerstand, sobald sie den für sie nicht erklärbaren Widersprüchen in der Welt der Erwachsenen begegnen. Diese Realitätserkenntnis als Aufforderung zur Nachahmung aufzufassen, ist dann nur noch die logische Folgerung. >Kindgerecht Verpacktes< wie die Welt sein sollte, aber eben nicht ist, gleicht einem scheinheiligen Narrativ vorgegaukelter falscher Versprechungen. Davon eingeschläfert erwacht das Kind in einer Erwachsenenwelt, hilflos erschlagen vom genauen Gegenteil des Gelernten. Als Rettungsanker bleibt ihm allein nur die Anpassung, wenn es nicht unter gehen will im Morast von Lug und Trug. Dem, was sich trotz alledem verzweifelt, aber leider erfolglos dagegen wehrt, sei an dieser Stelle höchster Respekt gezollt. Mit einer zum Zeitpunkt aufkeimender Erkenntnisfähigkeit rechtzeitigen Aufklärung über das reale Böse und seine Folgen kann mit einer früh erworbenen Einsicht zu moralisch vernünftigem Handeln der unbegrenzte, zerstörerische Egotrieb lebenslänglich verlässlich gebändigt und nachhaltig in Schach gehalten werden. Der Garant dafür, dem Weltfrieden von Generation zu Generation Schritt für Schritt allmählich näher rücken zu können. Unsere letzte Chance.
