Weltschmerz – die Welt sie ist so wie sie ist

Die Unzulänglichkeiten in der Welt lösen in Vielen von uns den bekannten Weltschmerz aus. Mit einer Welt voller Harmonie und Gewaltlosigkeit vor unserem geistigen Auge erscheinen uns diese auf ewig unüberwindbar.  Einem großen Anteil rein persönlich empfundener Unzulänglichkeiten könnten wir allerdings mit vermindertem Anspruchsdenken und Selbstkritik gegenüber persönlichem Fehlverhalten mit wenig Aufwand leicht erfolgreich begegnen.

Nachdem wir unserer eigenen Unzulänglichkeit also erst einmal die Absolution erteilt haben, sind da noch die vom Menschen nicht beeinflussbaren Naturkatastrophen, vor denen wir uns bestmöglich schützen. Darüberhinaus sind es aber vor allem die hausgemachten Unzulänglichkeiten, für die wir selbst verantwortlich sind – wie Umweltverschmutzung, Klimawandel, Kapitalanhäufungen, Ungleichheit, soziale Ungerechtigkeiten, territoriale Benachteiligungen, ideologisch-politische Konflikte, Religions- und Kulturkämpfe, Sozial-Media-Kriminalität, Hungersnot, Unfreiheit, Folter, Religions-Fanatismus, Vertreibung, Vergewaltigung, Kindes-Misshandlungen, Leistungssport, Gewaltverbrechen, Diskriminierung, Diffamierung und vor allem Kriege mit ihrem himmelschreienden Vernichtungsdrang – also die allermeisten. Diese sind es, die anstatt einer Resignation vor dem Unüberwindbaren einer besonderen Beachtung zu unterziehen sind, wenn wir nicht einverstanden damit sein wollen, dass die Welt nun mal so ist wie sie ist – und auch so bleiben wird – unberührt von der Scham, zur Gattung Mensch zu gehören. Zeigen wir uns, was wir wirklich sind.